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Slammer. Dichter. Weiter., 11.10.2021

Geschichte schreiben: 22.4.2021

der hammer 68

Autorinnenlabor. Angelika Reitzer

Februar 2014

Angelika Reitzer: SEHNSUCHT UND REVOLUTION – Wie im echten Leben

Die Alte Schmiede bietet Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, sich mit Personen, von denen sie Wissenswertes zu erfahren hoffen, in speziell konzipierten Veranstaltungsreihen über Probleme und Fragestellungen klar zu werden, die für ihre Arbeit wichtig sind.

Die sog. sanften Revolutionen des 20. Jahrhunderts, die hart umkämpften Bestrebungen um persönliche und politische Freiheit im arabischen Raum der letzten Jahre und die Literatur, die heute und hier geschrieben wird, waren Ausgangspunkt für dieses Essay-Recherche-Labor. Sind die Möglichkeitsräume der durch Literatur ausgelösten Sehnsucht größer als die revolutionären Plätze der Geschichte, weil wir (die Schriftsteller) „Montagekünstler“ (J. Vogl) sind: Spezialisten der Überblendung, Darsteller, Verkörperungen unserer Sehnsucht zuallererst und nur in der Literatur, die wir schreiben?
Fragen nach Traditionen sowie den Möglichkeiten kritischer Kunst, nach Formen der Subversion und nach der Position Schreibender inmitten all der Realität, die die ganze Zeit auf uns einströmt und einwirkt, wurden im Juni 2013 von Thomas Stangl, Clemens J. Setz, Kathrin Röggla und Marlene Streeruwitz in Essays aufgenommen.
Darauf reagieren Erich Hackl, Terézia Mora, Stefan Schmitzer und Peter Waterhouse mit Essays, die im Februar und März 2014 in der Alten Schmiede vorgetragen und mit Ernest Kaltenegger, Franz Fischler, Jacqueline Kornmüller/Peter Wolf und Michael Hofer diskutiert werden, um die Wirkungsmacht von Literatur für das „echte Leben“ und die Relevanz gesellschaftlicher Realität für das Schreiben zu überprüfen.        

Angelika Reitzer


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