programm

Donnerstag, 18. November 2021

Landvermessung. Behinderte Menschen in der Literatur

19:00
Julia Gebke
Julia Heinemann
Erwin Riess Impulsvorträge, Diskussion
Johanna Öttl MODERATION

Erwin Riess` Autorenprojekt möchte das vielfältige Feld aufzeigen, das sich durch Literatur für die Rede über Beeinträchtigung eröffnet, und verbindet Perspektiven aus Literatur, Wissenschaft und Aktivismus. Die Aspekte behinderten Lebens erforschen die Disability Studies – von der sozialen, historischen und kulturwissenschaftlichen Dimension bis hin zur Sexualität behinderter Menschen. Diskriminierung und Selbstbestimmung sind die beiden Pole, um die eine inklusive Behindertenpolitik kreist. Erwin Riess spricht mit Julia Gebke und Julia Heinemann – zwei Mitbegründerinnen der interdisziplinären Forscher*innengruppe DisAbility Studies – über Wechselwirkungen zwischen Forschung und Aktivismus. Ein Blick auf die Vormoderne erweitert den Abend um eine historische Komponente.

E. Riess

Julia Gebke studierte Geschichte, Französische und Spanische Philologie in Bochum und Sevilla. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsbereich Geschichte der Habsburgermonarchie an der Akademie der Wissenschaften.

Julia Heinemann studierte Geschichte und Romanistik in Osnabrück, Angers und Berlin. Universitätsassistentin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien.

Erwin Riess, *1957, lebt in Wien. Studium der Politik- und Theaterwissenschaft in Wien, Verlagsarbeit, freier Schriftsteller. Er ist Rollstuhlfahrer und Aktivist der autonomen Behindertenbewegung. Gastprofessuren für Integrationspädagogik, Universität Klagenfurt. Theaterstücke, erzählende Prosa, Essays; Hg. mit Rudolf Likar: Unerhörte Lust. Zur Sexualität behinderter und kranker Menschen (2016); zuletzt erschien Herr Groll und die Wölfe von Salzburg (2021).