programm

Freitag, 4. Februar
Kunsttankstelle Ottakring
XVI., Grundsteing. 45-47

räume für notizen

nach ulysses
1.–12.2.2022

Am 2.2.1922 erschien punktgenau zu seinem 40. Geburtstag James Joyce’ Jahrhundertroman Ulysses in der Verlagsbuchhandlung Shakespeare and Company in Paris. Mit seiner Polythematik und Polystilistik ist die irische Nationalepos-Satire um den Anzeigenakquisiteur und Antisuperhelden für einen Tag Leopold Bloom, die Sängerin Molly Bloom und Joyce’ Alter Ego Stephen Dedalus auf Basis von Homers Odyssee nach wie vor hochaktuell und bietet ein unerschöpfliches Reservoir an Inspirationen für alle Kunstrichtungen. Aus Anlass des palindromischen Jubiläums wird eine Standortbestimmung des ikonischen Monumentalromans unternommen – mit Performances, Lesungen, Text-Bild-Präsentationen und einer Ausstellung in der Kunsttankstelle Ottakring und der galerie wechselstrom, die transmediale Künstler*innen entsprechend den 18 Episoden des Ulysses in 18 Stationen gestalten.

G. Vallaster

Jörg Piringer, Renate Pittroff, Christoph Theiler, Günter Vallaster
Konzept

20:00
Ilse Kilic & Fritz Widhalm
Wir sind wir selbst und ich und du, wir sind Weide, wir sind Kuh. Des Verwicklungsromans zwölfter Teil edition ch
Günter Vallaster MODERATION

Mit seinen mittlerweile weit über 1000 Seiten hat der seit 1999 biennal erscheinende Verwicklungsroman alleine von seinem Umfang her Ulysses-Dimensionen erreicht. Auch mit den zahlreichen Episoden, Wanderungen und Figurenverflechtungen zeigen sich Parallelen zu einer Odyssee, die aber durch die Wiener Alternativkultur führt. Im zwölften Teil befinden sich die Jana und der Naz, die Alter Egos der beiden Autor*innen, mitten in der literarischen Tätigkeit, betätigen sich in der GAV und bemühen sich um literarisch-kollegiales Miteinander.

Ilse Kilic, *1958 in Wien; Prosa, Lyrik, Songs, Zeichnungen, Filme; Herausgabe der Edition Das fröhliche Wohnzimmer. Zuletzt (u.a.): Die Nacht ist dunkel, damit die Sterne sich zeigen. Gedichte (2020).
Fritz Widhalm, *1956 in Feichsen/NÖ; Zuletzt: heute. ein letztes buch (2016) und mit Ilse Kilic Meistens sind wir einfach soso lalalala (2019). www.dfw.at/

Ausstellung »Ulysses 100 in 18 Stationen«
Kunsttankstelle Ottakring & galerie wechselstrom
Ottakring XVI., Grundsteing. 45-47
Mit:
Iris Colomb, Natalie Deewan, Christian Futscher, Jochen Höller, Angelika Kaufmann, Anatol Knotek, Erika Kronabitter, Nicolas Mahler, Chris McCabe, Tom Phillips, Jörg Piringer, Renate Pittroff, Sarah Rinderer & Christa Wall, Bernadette Stummer, Christoph Theiler, Günter Vallaster, Hannes Vogel, Andrea Zámbori.
Dazu: »Hades« – Schreibmaschinenstation.

Ausstellungsdauer: 2.2.–12.2.2022
Öffnungszeiten: täglich 16.00–20.00 Uhr


Jörg Piringer, *1974, Studium der Informatik in Wien. Mitglied des instituts für transakustische forschung und des Gemüseorchesters; arbeitet in den Lücken zwischen Sprachkunst, Musik, Performance, poetischer Software.

Renate Pittroff, *1963 in Deutschland, seit 1982 in Wien. Regisseurin, Arbeiten in den Bereichen akustische Kunst, experimentelles Theater, Medienkunst und Social Sculpture.

Christoph Theiler, *1959 in Deutschland, seit 1982 in Wien. Kompositionen für Kammermusik, Orchester, elektronische Musik, Arbeiten für Hörspiel und Kunstradio. Klanginstallationen, Media Art, Social Sculpture.

Günter Vallaster, *1968 in Schruns/Vbg., lebt in Wien. Autor und u.a. Herausgeber der edition ch. Zuletzt: am sims. Gedichte (mit Zeichnungen v. Andrea Zámbori, Übersetzungen v. Juliana V. Kaminskaja u. Mark Kanak, 2013).

Mit freundlicher Unterstützung der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, der Literar Mechana und des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport