programm

Montag, 8. Juni

Stichwort ›Geschlecht‹

99. AUTOR*INNENPROJEKT

19:00
George Sand Gabriel Roman (1839/40)
Christa Wolf Selbstversuch Erzählung (1972)
Lydia Mischkulnig, Brigitte Schwens-Harrant, Christa Zöchling GESPRÄCH MIT KURZLESUNGEN

Gibt es einen richtigen Körper? Man kann in einen gezwungen sein. Gabriel de Bramante wird als Mann erzogen, ihr biologisch weibliches Geschlecht wird wegen des Erbrechts geheim gehalten, sie entdeckt die strukturelle Intrige der Gesellschaft und erkämpft fortan Hoheit über ihre/seine Identität. Christa Wolf beschreibt eine Ärztin, die sich aus ›Neugier‹ für eine Geschlechtsumwandlung zur Verfügung stellt. Nach drei Wochen unterbricht sie den Prozess. Sie hat ein neues ›Seh-Raster‹ für das System gewonnen, das alle Rollen prägt, und bricht aus. Wie lesen sich die Bücher von George Sand und Christa Wolf vor dem Hintergrund der Genderdebatten heute?

L. Mischkulnig/B. Schwens-Harrant/C. Zöchling

Lydia Mischkulnig, *1963; Prosa, Essays; Lehrbeauftragte; zuletzt u.a.: Beau Rivage: eine Rückkehr. Roman (2025); s. auch 26.5.

Brigitte Schwens-Harrant, *1967; Feuilletonchefin der Furche, Bachmann-Preis-Jurorin. Zuletzt u.a.: Übers Schreiben sprechen. 18 Positionen österreichischer Gegenwartsliteratur (2022).

Christa Zöchling, *1959; viele Jahre Redakteurin bei Profil, dzt. Podcast »Dunkelkammer history«; Concordia-Preis für Menschenrechte 2022.

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