literaturzeitschriften im hammer

Donnerstag, 24. Juni

wespennest Nr. 180

LITERATUR ALS ZEIT-SCHRIFT

19:30
Jürgen Link
Ines Rössl
Carlos Watzka
Normalität und Ausnahmezustand
Ein Gespräch über die Güte von Normen und die Kurvenlandschaften der Krise
Andrea Roedig MODERATION
MEHR ...

literaturzeitschriften im porträt

Diese Rubrik empfiehlt in regelmäßigen Abständen eine spezielle Kulturzeitschriften-Ausgabe aus der Sammlung der Galerie der Literaturzeitschriften.

Das Augenmerk liegt einerseits auf ausgewählten Neuerscheinungen mit besonderer Themenstellungen oder Aufmachung, andererseits auf älteren Ausgaben, die zeitschriften-historisch von besonderem Interesse sind. So möchten unsere Empfehlungen nicht nur sukzessive den Status quo der europäischen Kulturzeitschriften-Landschaft abbilden, sondern auch die diachrone Reichhaltigkeit von Europas Zeitschriftentradition ins Bewusstsein rufen.

Zum Schmökern in den rezensierten Ausgaben laden wir Sie herzlich in die Galerie der Literaturzeitschriften ein. Eine ausführliche Rezension sowie eine kurze Darstellung von Geschichte, Programmatik und Struktur der ausgewählten Zeitschrift liegt dort zur freien Entnahme auf.

Unseren Zeitschriften-Newsletter, der Sie mehrmals jährlich über Neuerscheinungen im Feld der Literatur- und Kulturzeitschriften informiert, können Sie hier abonnieren.

zeitschriftenporträts

FREIBORD. Zeitschrift für Literatur und Kunst. Ausgabe Nr. 45, Jg. 10 (1985): GRENZENLOS GRENZENLOS

»Da ›die‹ Massenmedien und die tägliche persönlichkeitszerstörende Plackerei dazu führen und verführen nicht mehr zu denken, haben wir uns entschlossen, diese Zeitschrift zu publizieren. Wir steuern auf den amorphen Konsumenten und diese amorphe Gesellschaft zu, nicht um zu integrieren, sondern um zu profilieren und zu demaskieren. [...] Der kritik- und konfrontationsfähige Mensch ist die letzte Chance des Menschen. [...] Es gibt eine Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur. Wir wollen in dieser Zeitschrift auch eine Dokumentationsstelle für neuere österreichische Schweinereien einrichten.« So umreißt Hermann Schürrer in der ersten Ausgabe (1976) die kämpferische Zielsetzung der FREIBORD-Gründer. In den Folgejahren etabliert sich die Zeitschrift als Plattform für eine Literatur und Kunst abseits etablierter Institutionen, ebenso wie eine experimentelle avantgardistisch ausgerichtete künstlerische Praxis. Wesentliche Inspirationsquellen sind u.a. die konkrete Poesie, der Wiener Aktionismus sowie die Kunstrichtung Fluxus.

Mehr ...
In der aktuellen «kolik spezial» zum Thema «#WasKannLiteratur» befassen sich Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Literaturproduktion mit den vielschichtigen Funktionen und Wirkungsweisen literarischer Texte.
Mehr ...
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der manuskripte war am 30.4.2020 eine Veranstaltung mit der Zeitschrift in der Alten Schmiede geplant – mit Lesungen der Autor*innen Laura Freudenthaler, Sarah Kuratle, Hanno Millesi und Angelika Reitzer sowie einem ausführlichen Gespräch zwischen Lena Brandauer und dem Herausgeber Andreas Unterweger. Wir holen die Veranstaltung am 9.11.2020 nach. In Vorausblick unternimmt Lena Brandauer einen Lektürestreifzug durch die aktuelle manuskripte-Nummer 227.
Mehr ...
Im Bereich der Literatur und der Essayistik gewährt wespennest international bekannten AutorInnen eine kritische Öffentlichkeit. Jede Ausgabe enthält eine Schwerpunktrubrik mit thematischem Fokus, z.B. auf Literaturen unterschiedlicher Länder, etwa Bulgarien, Griechenland oder Ruanda, oder auf gesellschaftlich relevante Themenkomplexe (Ironie, Bürgerlichkeit, Resignation, Mensch und Maschine u.a.). Umrahmt wird diese Rubrik von einer Reihe schwerpunktunabhängiger Beiträge: etwa dem thematisch unabhängigen Literaturteil redigiert von Jan Koneffke, literarischen Reportagen verantwortet durch Ilija Trojanow und Buchbesprechungen zusammengestellt von Thomas Eder.
Mehr ...

die horen »widme[n] sich ›ohne Scheuklappen und unabhängig von Moden‹ (WDR) allen Aspekten zeitgenössischer Literatur. Zum Markenzeichen geworden sind die Auswahlbände zur fremdsprachigen Literatur.« (vgl. die-horen.de)
»die horen ›zu einem Spektrum neuer Bewusstheiten, zu einem Startplatz junger Talente zu machen, ohne die lebendige Tradition zu leugnen‹, das war wohl die Zielsetzung [des Zeitschriftengründers] Morawietz. Zugleich sollten sie ›ein Sammelbecken der unterschiedlichsten Zeitströmungen‹ sein, ›im Sinne einer
Z e i t – Schrift, vornehmlich des literarischen Vorfeldes, weil sich hier und nur hier Literatur noch unverstellt zeigt und nicht dem Profitdenken, den Kalkulationen des verlegerischen und buchhändlerischen Absatzes unterworfen ist.‹« (Nr. 250, S. 119.)

Mehr ...