literatur-blog der alten schmiede

Wie klingt Holz, das seinen Kontext zeigt und sich gleichzeitig aus diesem löst? Wie lässt sich der Naturzerstörung und den kapitalistischen Zwängen dichterisch begegnen? Was passiert mit Sprache, wenn sie den Anfechtungen von Gewalt und Krieg ausgesetzt ist und welche Stimme(n) kann sie dabei ausprägen?
Solche und ähnliche Fragen ziehen sich durch die fünf Abende des Lyrikfestivals dichterloh – in der von Kurator und Moderator Michael Hammerschmid zusammengestellten Gedichtefahrt können Sie ausgewählte Gedichte der auftretenden Dichter*innen vorab lesen.
Mehr ...
Der zweite Abend von Markus Köhles Autorenprojekt Retrogranden aufgefrischt hat sich am 28.3. dem 2017 verstorbenen Autor Hansjörg Zauner und dessen literarischem Schaffen gewidmet. Christian Futscher blickte in einem sehr persönlichen Beitrag zurück auf den worteaufschlitzer und sinnzeichenschmelzer Zauner. Was das alles mit Schinken-Käse-Toast zu tun hat, können Sie jetzt im Blog nachlesen.
Mehr ...

»mein ander Jch ist fort«

Blog, 31. März 2022
In der Reihe »Dichter*innen lesen Dichter*innen« stellen Margret Kreidl und Michael Hammerschmid am 5. April die Lyrik der Greifswalder Barockdichterin Sibylla Schwarz vor. Das folgende Sonett erschien in der zwölf Jahre nach ihrem frühen Tod als 17-Jährige veröffentlichten Ausgabe von 1650, die ihr Hauslehrer Samuel Gerlach in zwei Bänden herausgegeben hat. In den letzten Jahren erlebte das nie vollständig abgerissene Interesse an Sibylla Schwarz' Dichtung eine Renaissance. Das Sonett »Mein Alles ist dahin« besticht nicht zuletzt durch seinen innig ausgestalteten Gehalt und seine frei verwendete strenge Form und steht in der Tradition der petrarkischen Liebesdichtung, die Sibylla Schwarz, vor allem durch Martin Opitz vermittelt, als Vorbild galt.
Mehr ...
Angst als lähmendes und überwältigendes Gefühl sowie als existenzielle Grenz-Erfahrung der neoliberalen Leistungsgesellschaft. Zwei Abende der StreitBar im Dezember in der Alten Schmiede und der Leselampe Salzburg, widmeten sich dieser beklemmenden und allgegenwärtigen Empfindung und suchten nach potentiellen Auswegen zu ihrer Überwindung in der Sprache und mit der Literatur – denn diese bietet das Potential uns dabei zu helfen, die destruktive Kraft der Angst zu verarbeiten. Im Blog der Alten Schmiede können Sie die drei für die StreitBar verfassten Texte von Friederike Gösweiner, Mascha Dabić und Marko Dinić nachlesen.
Mehr ...
Die akustische Poesie von Katalin Ladik entsteht zu einem nicht unbeträchtlichen Teil als Vertonung eigener und »fremder« Arbeiten visueller Poesie. Für den Kurzfilm O-pus, eine Zusammenarbeit mit dem bildenden Künstler und Autor visueller Poesie Attila Csernik und dem Filmemacher Imre Póth aus dem Jahr 1972, überführte sie die bewegten Buchstaben-Arrangements des Films in eine graphische Partitur, die sie anschließend stimmlich interpretierte. Ein frühes Beispiel für die produktive Wechselwirkung verschiedener künstlerischer Medien im Werk von Katalin Ladik.
Am Mittwoch, 16.3., ist Katalin Ladik beim Festival Hör!Spiel! live zu hören.
Mehr ...