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programm

Montag, 28. Juni

Ist das Kunst oder kann das Rap?

19:00
Sukini aka Sookee
Nora Gomringer
Mieze Medusa KONZEPT UND MODERATION

Nachgeholt als Teil des Projekts von Mieze Medusa, Dezember 2020

Der stereotypen Inszenierung von Männlichkeit im Rap, die oft als Abwertung von Frauen hör- und sichtbar wird, steht eine vielfältige, queer-feministische Szene gegenüber. Sukini ist das neue Projekt der feministischen Rapperin Sookee, eine der hervorstechendsten Figuren im deutschsprachigen Hip-Hop-Game. Ihre Identität als Künstlerin verändert sich gerade: Nicht mehr als Sookee, sondern als Sukini hat sie ihr erstes Album für Kinder und Jugendliche veröffentlicht.

»Ich bin ein altes Hip-Hop-Girl«, erklärt Nora Gomringer. Ihr Kunstbegriff geht über das Schreiben und Vortragen hinaus. Ihre lyrische Persona ist präzise inszeniert. Ihre eigene Forderung, dass die Inhalte von Lyrik stets stärker sein müssen als die Inszenierung, löst sie regelmäßig ein. Besonders auffällig: Ihre Texte stehen für sich, erlauben aber Interpretationsräume und Zusammenarbeiten mit bildender Kunst (Reimar Limmers Arbeiten in Monster – Morbus – Moden) oder Musik (Philipp Scholz).
M. Medusa

Sukini aka Sookee, *1983, Rapperin und Aktivistin. Zuletzt: Schmetterlingskacke (2019).

Nora Gomringer, *1980 in Neunkirchen/Saar, Lyrikerin, Rezitatorin, Essayistin; Leiterin des Internationalen Künstlerhauses Concordia in Bamberg, Jurorin beim Bachmann-Wettbewerb. Gedichtbände wurden u.a. ins Französische, Schwedische und Belarussische übersetzt. Zuletzt erschien Gottesanbieterin (Buch und CD, 2020).