aus dem blog

Eine Gedichtefahrt Richtung Dichterloh, Mai 2021

Jedes Gedicht ist anders. In jedem Gedichtband ist jedes Gedicht ein neues Gedicht. Das einzelne Gedicht ist das Zentrum jedes Gedichtbands. Mit jedem Gedicht beginnt eine Welt. Die folgende kleine Serie stellt jeden Gedichtband, aus dem bei Dichterloh (4.5.–11.5.2021) gelesen wird, anhand eines Gedichtes vor.
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Dichterloh-Nachlese

Blog, 10. Februar 2021
Das Dichterloh-Festival gab im Jänner 2021 einen reichhaltigen und weit aufgefächerten Einblick in die Lyrik der Gegenwart. Beteiligt waren zwanzig Dichter*innen aus zehn Ländern. Kurator Michael Hammerschmid blickt zurück auf die Festivaltage.
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dichterloh 4.–11. Mai 2021

der hammer 83

Gerald Bisinger. Lyrikfestival Poliversale

Mai 2016

80 Jahre wäre der 1936 in Wien geborene Dichter Gerald Bisinger im Juni dieses Jahres geworden. Seine Dichtung liest sich heute, 17 Jahre nach seinem Tod, als ein nach wie vor ästhetisch unverbrauchtes Vermächtnis einer Poetik und Schreibkultur, die auf die Sprache der Poesie als Mittel der Erkenntnis setzt, sich der lateinischen Dichtung als ideellem Referenzraum verpflichtet und dabei im Gasthaus als Inspirationsort und literarischem Arbeitsplatz verankert ist.

Mit heiterer und bewundernswerter Konsequenz hielt Gerald Bisinger die sensible Selbsterkundung seines Dichter-Ichs als Teil der Welt über rund vier Jahrzehnte in Gang. Die minutiöse Protokollierung seiner Gasthausbesuche – vor allem in Wien und Berlin, aber auch in vielen weiteren Städten – gewährt der Rückschau in die eigene Entwicklung als Mensch, als Lebenspartner, Freund, Vater, Leser, Beobachter und Dichter, aber auch einer einmal bangen, einmal gelassenen Sicht auf die Zukunft einen stabilen Rahmen.

Mit der folgenden Zusammenstellung von Gerald Bisingers Gedichten möchten wir im Rahmen des Lyrik-Festivals Poliversale dieser leichtfüßigen und zugleich melancholischen, großzügigen und einladenden Dichtung, die ihre Bedingungen offenlegt, von neuem einen belebten Resonanzraum erschließen.

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