aus dem blog

In Gedichten sind Dinge möglich, die auf den ersten Blick unmöglich erscheinen.
In der von Kurator und Moderator Michael Hammerschmid zusammengestellten und kommentierten Gedichtefahrt können Sie ausgewählte Gedichte der auftretenden Dichter*innen vorab lesen. Wir bedanken uns sehr herzlich bei den jeweiligen Verlagen für die Abdruckgenehmigungen der Gedichte.
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Im Vorprogramm des diesjährigen Lyrikfestivals Dichterloh wird in der Schmiedewerkstatt der Film MARINA ZWETAJEWA. Ein Abend nicht von dieser Welt (St. Petersburg, 2023. Russisch mit deutschen Untertiteln) zu sehen sein.
Den zugehörigen Einleitungstext über Marina Zwetajewa von Juliana Kaminskaja (Text & Regie) können Sie nun im Blog der Alten Schmiede nachlesen.
Mehr Informationen zum Festival finden Sie hier.
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programm

Donnerstag, 23. April

DICHTERLOH

//20.//21.//23.4.
Dichterloh. Lyrikfestival

Dichtung als Öffnung der Sprache, als Erforschung von Metapher, Bild, auch des Nichtsprachlichen. Auch des Körperlichen, des gesellschaftlich und existenziell Aufgeladenen, von Transgressionen und -formationen, als subversive Erneuerung. So könnte man die April-Ausgabe von Dichterloh mit Dichter*innen aus fünf Ländern und Kulturen zusammenfassen. Es lädt auch zu zwei Podiumsgesprächen über die Dialektik von Form/ung und den freien, anarchischen Kräften der Poesie sowie über ästhetische Utopien ein. 

19:00
Theresa Luserke ist liegt hinterm haus roughbooks
Hannah K Bründl schilfern Gedichte. Ritter Verlag
  poetik im futur Podiumsgespräch mit
Hannah K Bründl
Theresa Luserke
Maë Schwinghammer
Michael Hammerschmid KONZEPTION, MODERATION

Theresa Luserke untersucht Sprache und deren Beziehungen zu sich, zur Welt und zu einem Ich. Die Gedichte stellen Grundformen der Grammatik, Morphologie, Bedeutungsführung in Frage, organisieren diese neu und bringen dabei ein formoffenes Selbstgespräch in Gang. Hannah K Bründls aus rund 60 Gedichten bestehendes Poem lässt ein Ich die Ambivalenzen, Hoffnungen und Bitternisse seiner Erfahrungen in einer patriarchal überformten Welt und Sprache ausloten und über Ausdruck, Sprachlosigkeit, Nähe und Distanz zwischen Liebe, Gewalt und Trennung reflektieren.
Was könnte man unter ›poetik im futur‹ verstehen – welche Zukünfte der (eigenen) Dichtung lassen sich imaginieren? Was fehlt derzeit, welche Entwicklungen kündigen sich an? Wie sehr braucht es utopische dichterische Entwürfe und welche gesellschaftlichen Kontexte machen welche künftige Poesie denkbar und notwendig? Bei Fragen zur Zukunft soll also die Gegenwart und Vergangenheit der Poesie nicht vergessen werden.

M. Hammerschmid

Theresa Luserke, Lyrikerin, Mitgründerin des Lyrikkollektivs fährten, Redakteurin bei edit. ist liegt hinterm haus ist ihr Lyrikdebüt.

Hannah K Bründl, *1996; arbeitet an der Schnittstelle von Lyrik, Drama und experimentellen Formen. Zuletzt: tender. Theaterpoem (2024).

Maë Schwinghammer, *1993; 2022 Debüt mit den Gedichten covids metamorphosen, zuletzt: alles dazwischen, darüber hinaus. Roman (2024).

Michael Hammerschmid, *1972. Gedichte, Lieder, Hörspiele, Essays; zuletzt: wolkenschaum. gedichte für kinder (2025).