programm

Mittwoch, 21. Oktober

Mia Couto lesen …

ZIRKULIERENDE LEKTÜREN

Anmeldung erbeten unter anmeldung@alte-schmiede.at oder 01/512 83 29

17:00
Leser*innen treffen
Petra Nagenkögel
und sprechen über
Mia Couto Der blinde Fluss Roman. Aus dem Portugiesischen von Barbara Mesquita. Unionsverlag

Wie gehen Autor*innen in Afrika heute mit Kolonialsprachen um? An welche Erzähltraditionen knüpfen sie an? An welche Leser*innen richten sie sich?
Mia Couto wird attestiert, die portugiesische Sprache ›afrikanisiert‹ zu haben. Er wurde als Sohn portugiesischer Einwanderer in Mosambik geboren und erlebte das Kolonialregime, den Beginn der Unabhängigkeit und den nachfolgenden Bürgerkrieg als politisch aktiver Student, später Autor, Journalist und Biologe. In vielen seiner Romane und Erzählungen befasst er sich mit politisch-gesellschaftlichen Umbruchsphasen und erweitert dabei das Faktische um imaginäre, traumhafte Elemente. 
Am 22.9. stellt Mia Couto seinen Roman Der blinde Fluss in der Alten Schmiede vor, danach lädt die Reihe Zirkulierende Lektüren Leser*innen dazu ein, über das Buch ins Gespräch zu kommen: über Lektüre-Erfahrungen, Themen, Sprache und Anlage des Romans.

Mia Couto, *1955 in Beira/Mosambik als Sohn portugiesischer Einwanderer, lebt in Maputo. Seine Romane und Erzählungen wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und u.a. mit dem Prémio Camões, dem bedeutendsten Literaturpreis portugiesischer Sprache, ausgezeichnet; auf Deutsch zuletzt: Der Kartograf des Vergessens. Roman (2023).

Petra Nagenkögel, *1968; Autorin, Literaturvermittlerin; zuletzt (u.a.): Dort. Geografie der Unruhe (2019).

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