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Man kommt nicht als Frau zur Welt
DICHTERIN LIEST DICHTERIN
Monique Wittig, Autorin, feministische Aktivistin und einflussreiche Vordenkerin der Gender Studies, widmete sich in ihrem literarischen Werk dem Aufsprengen von Geschlechterdichotomien, von heteronormativen Prägungen und Vorstellungen von Begehren, Lust und Körperlichkeit. Ihre Texte kreisen um ein rein weibliches Figurenensemble und brechen experimentierfreudig mit einer patriarchal geprägten Sprache und den mit ihr einhergehenden Machtstrukturen. Ihr erster Roman L’Opoponax (1964) gilt heute als kanonischer Schlüsseltext queer-feministischer Literatur.
Monique Wittig, *1935 in Dannemarie (FR), lebte ab 1976 in den USA, wo sie 2003 verstarb. Prosa, Essays, Übersetzungen, Theorie – auf Deutsch liegt u.a. vor: Die Verschwörung der Balkis / Les guérillères (1980); Das straighte Denken (Ü: B. Dittmann-Bieber, A. Summent, 2023); Der lesbische Körper (Ü: C. Driesen, A. Summent, 2026).
Laura Freudenthaler, *1984 in Salzburg. Romane, Erzählungen, Essays. Zuletzt u.a.: Iris. Roman (2026).