programm
DICHTERLOH
//20.//21.//23.4.
Dichterloh. Lyrikfestival
Dichtung als Öffnung der Sprache, als Erforschung von Metapher, Bild, auch des Nichtsprachlichen. Auch des Körperlichen, des gesellschaftlich und existenziell Aufgeladenen, von Transgressionen und -formationen, als subversive Erneuerung. So könnte man die April-Ausgabe von Dichterloh mit Dichter*innen aus fünf Ländern und Kulturen zusammenfassen. Es lädt auch zu zwei Podiumsgesprächen über die Dialektik von Form/ung und den freien, anarchischen Kräften der Poesie sowie über ästhetische Utopien ein.
Theresa Luserke untersucht Sprache und deren Beziehungen zu sich, zur Welt und zu einem Ich. Die Gedichte stellen Grundformen der Grammatik, Morphologie, Bedeutungsführung in Frage, organisieren diese neu und bringen dabei ein formoffenes Selbstgespräch in Gang. Hannah K Bründls aus rund 60 Gedichten bestehendes Poem lässt ein Ich die Ambivalenzen, Hoffnungen und Bitternisse seiner Erfahrungen in einer patriarchal überformten Welt und Sprache ausloten und über Ausdruck, Sprachlosigkeit, Nähe und Distanz zwischen Liebe, Gewalt und Trennung reflektieren.
Was könnte man unter ›poetik im futur‹ verstehen – welche Zukünfte der (eigenen) Dichtung lassen sich imaginieren? Was fehlt derzeit, welche Entwicklungen kündigen sich an? Wie sehr braucht es utopische dichterische Entwürfe und welche gesellschaftlichen Kontexte machen welche künftige Poesie denkbar und notwendig? Bei Fragen zur Zukunft soll also die Gegenwart und Vergangenheit der Poesie nicht vergessen werden.
M. Hammerschmid
Theresa Luserke, Lyrikerin, Mitgründerin des Lyrikkollektivs fährten, Redakteurin bei edit. ist liegt hinterm haus ist ihr Lyrikdebüt.
Hannah K Bründl, *1996; arbeitet an der Schnittstelle von Lyrik, Drama und experimentellen Formen. Zuletzt: tender. Theaterpoem (2024).
Maë Schwinghammer, *1993; 2022 Debüt mit den Gedichten covids metamorphosen, zuletzt: alles dazwischen, darüber hinaus. Roman (2024).
Michael Hammerschmid, *1972. Gedichte, Lieder, Hörspiele, Essays; zuletzt: wolkenschaum. gedichte für kinder (2025).