programm
Dichterloh. Lyrikfestival
Dichterloh
//20.//21.//23.4.
Dichterloh. Lyrikfestival
Dichtung als Öffnung der Sprache, als Erforschung von Metapher, Bild, auch des Nichtsprachlichen. Auch des Körperlichen, des gesellschaftlich und existenziell Aufgeladenen, von Transgressionen und -formationen, als subversive Erneuerung. So könnte man die April-Ausgabe von Dichterloh mit Dichter*innen aus fünf Ländern und Kulturen zusammenfassen. Es lädt auch zu zwei Podiumsgesprächen über die Dialektik von Form/ung und den freien, anarchischen Kräften der Poesie sowie über ästhetische Utopien ein.
rückkehr von krähe lässt sich als groteske Epopöe beschreiben, in der ein Erzähler in legerem Ton, detailnah und phantastisch, den Abenteuern und Skurrilitäten von Krähe folgt, die man sich weniger als Vogel denn als wandelbare Entität und erzählerischen Joker vorstellen kann.
Das Anarchische in der Dichtung wird selten thematisiert. Dabei spielen die ungeordneten radikalen Kräfte sowohl im Schreibprozess, in der Grundhaltung von Dichter*innen als auch in den Texten selbst oft eine wesentliche Rolle. Das Gespräch lotet Möglichkeiten und Hindernisse für eine unangepasste Lyrik ebenso aus wie den gesellschaftspolitischen Kontext, in dem Überregulierung und Anpassung bei gleichzeitig deregulierter Affektpolitik eine destruktive und folgenschwere Mischung eingehen.
M. Hammerschmid
Anja Zag Golob, *1976; Lyrikerin, Übersetzerin, Herausgeberin eines auf Comics und Graphic Novels spezialisierten Verlags in Maribor; auf Deutsch zuletzt der Gedichtband dass nicht (2022).
Steffen Popp, *1978. Autor, Übersetzer (u.a. Ben Lerner, Elisabeth Bishop), Herausgeber (u.a. Elke Erb). Zuletzt: 118. Gedichte (2017).
Ulf Stolterfoht, *1963. Dichter, Verleger (Brueterich Press, 2015–2022), Übersetzer. Zahlreiche Gedichtbände, mittlerweile sechs Bände fachsprachen (I-XLV).
Michael Hammerschmid, *1972. Gedichte, Lieder, Hörspiele, Essays; zuletzt: wolkenschaum. gedichte für kinder (2025).