programm
Immobile Arbeitswelten
124. AUTOR*INNENPROJEKT
Von der Dominanz eines ökonomischen Zweckrationalismus, Auswirkungen auf Beschäftigungsverhältnisse und Konsequenzen für den Arbeitskampf erzählen die beiden Romane. Mit der prekären Lage von Essenslieferant*innen – im Stadtraum allgegenwärtig, gleichzeitig stigmatisiert und sozial kaum abgesichert – befasst sich Tomer Gardi: von Eritrea bis Berlin, von Tel Aviv bis Istanbul. Die Protagonistin in Mercedes Spannagels Roman ist Ingenieurin in der deutschen Automobilindustrie. Infolge neoliberalen Leistungsdrucks wird sie – auch als Frau in einer männlich dominierten Branche – in eine Konkurrenzsituation gedrängt.
Tomer Gardi, *1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt in Berlin. Zuletzt u.a.: Eine runde Sache. Roman (2021).
Mercedes Spannagel, *1995; zuletzt u.a.: Das Palais muss brennen. Roman (2020).
Angelika Reitzer, *1971; zuletzt u.a.: Blauzeug. Gedichte (2025).