programm
Textvorstellungen
TEXTVORSTELLUNGEN
Vielfältig und im besten Wortsinn unberechenbar sind die Erzählungen von Ingrid Zebinger-Jacobi (*1978). Häufig ist von Paarbeziehungen die Rede – mit surrealen, teils bizarren Anklängen. Auch der Protagonist – selbst Autor – der Novelle von Sebastian Vogt (*1969) hat eine gescheiterte Liebesbeziehung hinter sich. Mit einem Literaturstipendium finanziert er seine Alkoholsucht, mit der er wiederum seine Depression zu kurieren versucht. Rudolf Lasselsbergers (*1956) rastloses Alter Ego arbeitet sich an prekären Arbeitsbedingungen genauso ab wie an den medial vermittelten – und collageartig in den Text eingebundenen – österreichischen Gegenwartszuständen und -zumutungen.
Im kontemplativ angelegten Band von Beatrice Simonsen (*1955) und Johan Nane Simonsen (*1987) reagieren Haikus auf Analog-Fotografien. Natur- wie Stadtbilder finden ebenso Eingang wie Reflexionen rund um asiatische Philosophie und das titelgebende Ritual des Teetrinkens. Die thematisch heterogenen, chronologisch datierten Notate von Christl Greller (*1940) erschaffen einen genauso poetischen, wie am realen Leben der Autorin angelehnten Jahresverlauf. Der (nach beinahe vierzig Jahren Publikationstätigkeit) erste Gedichtband Leopold Federmairs (*1957, siehe auch 3.3.) ist in direkter Auseinandersetzung mit japanischer Kultur und Gesellschaft entstanden und bedient sich – neben Haikus – auch freier Formen.