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programm

Dienstag, 5. Mai

Gerhard Jaschkes FREIBORD

LITERATUR ALS ZEIT-SCHRIFT

19:00
jopa jotakin
Markus Köhle
Sarah Rinderer
Gerhard Ruiss
Veronika Zorn
über
Gerhard Jaschke & FREIBORD

WILLKOMMEN AN BORD DES GEISTERSCHIFFS!
P.S.: ES GEHT / DEM ENDE ZU. // SO GIBT MAN / KEINE RUH

(Gerhard Jaschke in FREIBORD Nr. 164/165, 04/2025)

Das Projekt FREIBORD begleitete Gerhard Jaschke (1949–2025) über mehr als ein halbes Leben. Zunächst als Teil eines Redaktionskollektivs, bald als alleiniger Herausgeber profilierte er die Zeitschrift als zentralen Publikationsort der österreichischen und internationalen Avantgarde, mit besonderem Fokus auf mediale und generische Grenzbereiche – und auf jene undogmatische, spielerisch-ironische Poetik, die Gerhard Jaschkes künstlerischer Arbeit selbst eigen ist.
So sei dieser Abend gleichermaßen dem Autor und dem Herausgeber Gerhard Jaschke ausgerichtet: jopa jotakin und Gerhard Ruiss haben die von Gerhard Jaschke vorbereitete FREIBORD-Ausgabe Nr. 164/165 fertiggestellt und bringen sie druckfrisch mit. Veronika Zorn und Sarah Rinderer lesen Gerhard Jaschkes Texte und das FREIBORD neu; Markus Köhle führt als Conférencier durch den Abend. Objekte aus Gerhard Jaschkes Vorlass, Leihgaben des Landes Niederösterreich – Archiv der Zeitgenossen, werden ebenso zu sehen sein wie FREIBORD-Nummern aus vielen Jahrzehnten.

Gerhard Jaschke (1949–2025); ab 1970 freischaffender Autor und Künstler, 1976 Mitbegründer (mit Hermann Schürrer u.a.) und ab 1982 alleiniger Herausgeber von FREIBORD sowie später der Leporellos Feribord und Firebord; Verleger der Edition Freibord. Gemeinschaftsarbeiten u.a. mit der bildenden Künstlerin Ingrid Wald, Performances, Realisation von Autorenprojekten in der Alten Schmiede, zuletzt FREIBORD-Grenzenlos-Gala (2023). Seit 1978 Mitglied und zeitweise Geschäftsführer der Grazer Autorinnen Autorenversammlung sowie langjähriger Lehrbeauftragter für Literaturgeschichte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Veranstaltungsorganisator u.a. zu Konkreter Poesie, Fluxus und Neo-Dada. Gedichte, Prosa, Anagramme, Lipogramme, Zeichnungen, Collagen - über 60 Buchpublikationen, u.a.: Windschiff einer ersten Blindschrift. Gedichte und Zeichnungen (1977); Goethe darf kein Einakter bleiben (1978); Ausgewählte Gedichte 1971–1980 (1980), Gedichte zur freien Entfaltung (1984), Einsame Ameisen. Anagrammatische Ein- bis Zweiwortdichtungen (1985); JAWA. Gemeinschaftsarbeiten 1986–1989 (Katalog zus. mit Ingrid Wald); Faungabe – Aufgaben. Anagramme (1988); Trostpflaster (mit Tone Fink; 1990); von der täglichen umdichtung des lebens alleingelassener singvögel in geschlossenen literaturapotheken am offenen mehr. Innsbrucker Poetik-Vorlesungen 1990 (1992); Reizwort Nitsch – Das Orgien Mysterien Theater im Spiegel der Presse (1994); Vom Häkchen zum Haken (mit Werner Herbst; 1999); Endlich doch noch (2008); Weltbude (2009); Abwesend anwesend – Anwesend abwesend. Noch mehr Weltbude (2012); KURUMBA oder Die nicht geschriebenen Sätze. Strähnen – Stränge – Fäden (2015); bis auf weiteres (2016); Gemischte Freuden. Sätze (Kleinstprosa) (2018); Geliehene Leben. Nachsätze (2020); wie nie danach. An- bis Zusätze (2022).

jopa jotakin, *1986, Autor, Hg. der Zeitschrift nestbeschmutzer*in und der edition tagediebin, Geschäftsführer der GAV.

Markus Köhle, *1975; Autor, Slam-Poet, Redakteur der Zeitschrift DUM. Zuletzt: Land der Zäune (2025); siehe auch 2.6.

Sarah Rinderer, *1994, arbeitet literarisch-künstlerisch mit Sprache, ihren Leerstellen und Zwischenräumen.

Gerhard Ruiss, *1951, Autor, Musiker, Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren.

Veronika Zorn, *1988; bewohnt großzügig kleine Formen zwischen Bild, Text, Objekt. Zuletzt: Notizen von der linken Hand (2025); siehe auch 7.5.