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Dienstag, 30. Juni

DICHTER*INNEN LESEN DICHTERIN

18:00
Florian Huber
Regina Menke
Sonja vom Brocke
über
Elfriede Gerstl

Elfriede Gerstls Texte entziehen sich literaturgeschichtlichen Einordnungen ebenso beharrlich wie einer Vereinnahmung als Lebenshilfe oder Kommentar zum aktuellen Zeitgeschehen. Immer noch faszinieren die darin beschlossene Vielstimmigkeit sowie ihre Lust am poetischen Widerspruch. Zeitlebens verfasste Gerstl eine Literatur, die sich mit dem Vorgefundenen nicht zufriedengeben konnte und mit der bloßen literarischen Feststellung von Tatsachen nicht abfinden wollte.

F. Huber

Elfriede Gerstl, 1932–2009. Gedichte, Essays, Prosastücke, Arbeiten für den Rundfunk. Überlebte als Kind jüdischer Eltern die nationalsozialistische Verfolgung in mehreren Wiener Verstecken. Werkausgabe in 5 Bänden im Literaturverlag Droschl (2012–2017).

Florian Huber, *1981; Autor, Kulturwissenschaftler; zuletzt u.a.: der schreiber schreibt. Zu Heimrad Bäckers Nachschrift (2022).

Regina Menke, *1997. Texte in Zeitschriften und Anthologien; am Institut für Sprachkunst in Wien Abschlussarbeit zur Barocklyrikerin Sibylla Schwarz.

Sonja vom Brocke, *1980; ihre Gedichte wurden u.a. ins Englische, Arabische, Rumänische übersetzt. Zuletzt u.a.: Mush. Gedichte (2020).

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