programm
In Sonja von Brockes Schreiben geraten Begriffe und Dinge in Bewegung. Ihre Gedichte trotzen etablierten Denkgewohnheiten und Haltungen, beharren stattdessen auf dem Eigensinn der in ihnen zur Sprache kommenden tierischen wie menschlichen Akteure. Vielleicht tragen deshalb so viele Texte ihres neuen Gedichtbandes ein Datum, das bei der Lektüre auch an Überlegungen von Paul Celan erinnert: »[S]chreiben wir uns nicht alle von solchen Daten her? Und welchen Daten schreiben wir uns zu?«
F. Huber
Sonja vom Brocke, *1980; ihre Gedichte wurden u.a. ins Englische, Arabische, Rumänische übersetzt. Zuletzt u.a.: Mush. Gedichte (2020).
Florian Huber, *1981; Autor, Kulturwissenschaftler; zuletzt u.a.: der schreiber schreibt. Zu Heimrad Bäckers Nachschrift (2022).