programm
Christine Nöstlinger – Sprachspiel und Widerstand
LITERATUR FÜR SCHÜLER*INNEN
öffentlich zugänglich ab 15.55 Uhr
Die Literatur von Christine Nöstlinger (1936–2018) wollte nie didaktisch sein, nie schlauer sein als ihre Leser*innen. Nöstlinger fasste die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen mit Witz und Humor in eine Sprache, die mit Hoch- und Umgangssprache spielte, und war der Dialektdichtung gegenüber ebenso offen wie der Konkreten Poesie. Auch in ihrer Erwachsenenliteratur beeindruckt ihr wacher Blick auf gesellschaftliche Missstände, auf zwischenmenschliche Konflikte bis heute. Markus Köhles Werk teilt mit jenem Nöstlingers nicht nur den ironisch-spielerischen Zugang zu Sprache, sondern auch eine gesellschafts- und klassismuskritische Haltung.
Markus Köhle, *1975; Autor, Slam-Poet, Literaturvermittler. Zuletzt u.a.: ARBEITERKIND. Gedicht (2026); siehe auch 14.12.