Donnerstag, 24. Juni

wespennest Nr. 180

LITERATUR ALS ZEIT-SCHRIFT

19:30
Jürgen Link
Ines Rössl
Carlos Watzka
Normalität und Ausnahmezustand
Ein Gespräch über die Güte von Normen und die Kurvenlandschaften der Krise
Andrea Roedig MODERATION
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aus dem archiv

freibord – revue durch vier jahrzehnte resonanz- und produktionsraum / 20.10.2020

Literaturzeitschriften stehen exemplarisch im Zentrum der literarischen Kreativität und bilden einen ersten öffentlichen Knotenpunkt für neue schriftstellerische Werke und Ansätze. Im Februar 2008 wurde mit der »Galerie der Literaturzeitschriften« ein frei zugänglicher Leseraum eröffnet, der einen Überblick über aktuelle Ausgaben österreichischer und internationaler Literatur- und Kulturzeitschriften bietet.

Der Zeitschriftenbestand konnte seit Eröffnung der Galerie wesentlich erweitert werden, derzeit liegen rund 90 Literatur- und Kulturzeitschriften aus Österreich und in Kooperation mit der Internetplattform eurozine aus 25 Ländern Europas zur Lektüre auf.

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Aktuelle Öffnungszeiten: Montag, den 3.5. bis Donnerstag, den 6.5. von 14 bis 17 Uhr und ab der Folgewoche wieder Montag bis Freitag, von 14 bis 18 Uhr.


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programm

Donnerstag, 24. Juni

wespennest Nr. 180

LITERATUR ALS ZEIT-SCHRIFT

19:30
Jürgen Link
Ines Rössl
Carlos Watzka
Normalität und Ausnahmezustand
Ein Gespräch über die Güte von Normen und die Kurvenlandschaften der Krise
Andrea Roedig MODERATION

Lange Zeit galt als »normal«, was »natürlich« war, also der Ordnung der Natur oder auch der Vernunft entsprechend. Diesem immer schon ideologischen Richtmaß ist längst der Zahn gezogen. Doch was kommt jetzt? Und was wird wirklich »neu« sein an der Normalität nach der Krise? Aus aktuellem Anlass umkreist die Frühjahrsausgabe des wespennest mögliche Bedeutungen der Rede von Normalität. Historisch stammt der Begriff »norma« aus der Architektur und meinte »Winkelmaß«, »Richtschnur«. Die Texte beschäftigen sich daher mit der normierenden Wirkung von Gebäuden, sie untersuchen Normalität als sedimentierte Gewohnheit, werfen einen Blick in die Geschichte der tschechoslowakischen »normalizace«, fragen, was »normal« ist an der Vermögenskonzentration und ob »normal« als politischer Begriff eher links oder rechts steht.

Jürgen Link, *1940, em. Professor für Literaturwissenschaft. Schwerpunkte: Interdiskurstheorie, Kollektivsymbolik, Normalismustheorie; politisches Engagement. Mitherausgeber von kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie. Zuletzt erschien u.a. Normalismus und Antagonismus in der Postmoderne. Krise, New Normal, Populismus (2018).

Ines Rössl, *1981 in Wien, Rechtswissenschafterin, Theaterschaffende. Universitätsassistentin am Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien. Redakteurin des juridikum. zeitschrift für kritik | recht | gesellschaft. Veröffentlicht wissenschaftliche Aufsätze, Essays, Kurzprosa sowie experimentelle Kurzhörstücke.

Carlos Watzka, *1975 in Leoben, Assoz. Professor für Psychotherapiewissenschaft an der SFU Linz. Buchpublikationen u.a.: Sozialstruktur und Suizid in Österreich (2008); Gesellschaft und Psychiatrie in Österreich (hg. mit E. Gabriel, E. Lobenwein, E. Dietrich-Daum, 2016); Seelenheil und Seelenleid (2021); Der Teufel in Graz? (mit G. Ammerer, im Ersch.).

Andrea Roedig promovierte im Fach Philosophie. 2001–2006 leitete sie die Kulturredaktion der Wochenzeitung Freitag. Freie Publizistin, seit 2014 Mitherausgeberin des wespennest. Zuletzt: Schluss mit dem Sex (Essays, 2019).