aus dem blog

Dichterloh-Nachlese

Blog, 10. März 2021
Das Dichterloh-Festival gab im Jänner 2021 einen reichhaltigen und weit aufgefächerten Einblick in die Lyrik der Gegenwart. Beteiligt waren zwanzig Dichter*innen aus zehn Ländern. Kurator Michael Hammerschmid blickt zurück auf die Festivaltage.
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programm

Montag, 12. April 2021

Neun seltsame Frauen und ein seltsamer Herr

NEUVORSTELLUNGEN

19:30
Daniela Chana Neun seltsame Frauen Erzählungen, Limbus Verlag
Wolfgang Hermann Herr Faustini bekommt Besuch Roman, Limbus Verlag
Johannes Tröndle MODERATION

Ein ambitioniertes wie leichtfüßiges Prosadebüt legt Daniela Chana vor, die ihre neun Erzählungen in der Gegenwart ansiedelt und sie gleichzeitig spielerisch in einen antik-mythologischen Rahmen setzt. Von zwischenmenschlichen Beziehungen, Arbeitswelt und Alltag handeln die Texte, die mit originellen Einfällen und viel Witz in der Dialogführung ganz unterschiedlichen und unterschiedlich »seltsamen« Protagonistinnen eine Stimme geben.

Wolfgang Hermann erzählt in seinem fünften Faustini-Roman eine ungewöhnliche Vater-Sohn-Geschichte. Besuch in Gestalt eines pubertierenden Teenagers konfrontiert den sympathisch eigenbrötlerischen, etwas aus der Zeit gefallenen Protagonisten mit Formen von Jugendkultur: mit Ganzkörpertattoos, Skateboardsessions und Ego-Shooter-Spielen auf dem Smartphone. Mit feinem Humor schildert Hermann das Zusammenleben eines ungleichen Paares und zeigt, wie trotz großer lebensweltlicher Differenzen ein Brückenschlag zwischen Generationen gelingen kann.

Daniela Chana, *1985 in Wien, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, veröffentlichte in Literaturzeitschriften (u.a. kolik, Lichtungen). 2018 erster Lyrikband Sagt die Dame.

Wolfgang Hermann, *1961 in Bregenz; Prosa, Lyrik, Dramen, Libretti, Hörspiele. Unter rund 30 Buchpublikationen auch die vier Herr-Faustini-Romane H.F. verreist (2006), H.F. und der Mann im Hund (2008), Die Augenblicke des H.F. (2011) und H.F. bleibt zu Hause (2016).