programm

Donnerstag, 7. Mai

Behände durchs Gelände

LYRIK

19:00
Veronika Zorn überschreiben. ich spiele verstecken und gebe niemandem bescheid Klever Verlag
Sandra Hubinger Welle und Teilchen Edition Melos
Astrid Nischkauer Ohne Titel parasitenpresse
Johannes Tröndle MODERATION

Dem »Geheimnis zwischen Hand und Denken« ist Veronika Zorns Schreib-Bild-Projekt auf der Spur, das sich mit der eigenen Handschrift auseinandersetzt. In lyrischen Miniaturen und seitenfüllenden Schrift-Bildern manifestiert sich dabei die (Eigen-)Dynamik des Schreibens: »Die Bewegung geht der Schrift voraus und ich ihr fragend hinterher«.
»Meine Hand ist in meiner Schrift, verzettelt sich in dem, was ich / zu sehen glaube«, heißt es in Sandra Hubingers Gedichtband. Bewegung ist ein wiederkehrendes Motiv der formal homogen gestalteten Zyklen, in denen ein lyrisches Ich abstraktes und häufig von Tieren belebtes Gelände durchstreift.
Ganz konkretes Gelände, nämlich die Wiener Museumslandschaft, begehen Astrid Nischkauers Gedichte in Verschränkung von Bildbeschreibung und Reflexion. Die »zähnefletschende Löwensturmhaube« etwa ist an- und abwesend zugleich: Das temporär entnommene Exponat hat einen Abdruck hinterlassen.

Veronika Zorn, *1988; bewohnt großzügig kleine Formen zwischen Bild, Text, Objekt. Zuletzt: Notizen von der linken Hand (2025).

Sandra Hubinger, *1974; Lyrik, Prosa, Theatertexte. Zuletzt u.a.: Von Krähen und Nüssen. Kurzprosa (2022).

Astrid Nischkauer, *1989, Gedichte, Kurzprosa, Theatertexte, Übersetzungen. Zuletzt (u.a.) mit Linde Waber: Flügelspitze an Flügelspitze (2024).

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