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Aris Fioretos
Für Aris Fioretos beginnt alles mit einer Fortbewegung, weg von bekannten Welten. Dieser 1994 auf Schwedisch erschienene und nun erstmals auf Deutsch vorliegende Essay begibt sich mit Homer ans Ufer des grauen Meeres, um in der Auseinandersetzung mit literarischen und philosophischen Texten die Vagheit als Form und Zustand zu untersuchen. Mit seinem Interesse für das Unbestimmte, Unsichere, den Halbschlaf, den Übergang entwickelt Fioretos ein feines Sensorium für eine Welt in Grau. Dessen Unschärfe erschließt er sich mit einer ausweichenden, zugleich aber ausschweifenden – im Kern also essayistischen – Schreibweise und verwandelt dabei das Beiläufige in bleibende, unvergessliche Bilder.
A. Zederbauer
Aris Fioretos, *1960 in Göteborg, lebt in Stockholm und Griechenland. Romane, Essays, literaturhistorische Studien. Zuletzt in dt. Übersetzung u.a.: Die dünnen Götter. Roman (2024).
Andrea Zederbauer, Übersetzerin aus dem Schwedischen (u.a. Peter Fröberg Idling, Richard Swartz), Mitherausgeberin der Zeitschrift wespennest.